Geschichte

Gründung

Im Sommer 1989 entstand beim nachbarschaftlichen Pingpong im Hertiquartier ein erstes Mal der Gedanke zur Gründung einer Guggenmusik. Am 11. April 1990 wurde diese Idee in die Tatsache umgesetzt und die Guggenmusig Descampados im Kreise von 12 fasnachtsbegeisterten Mitgliedern in Zug gegründet. In den regelmässigen Proben steckte viel Herzblut und die Mitglieder wuchsen zu einer eingespielten Truppe zusammen. Da in der frühen Phase des Vereins die finanziellen Verhältnisse noch eher bescheiden waren, organisierte man die Musiknoten leihweise aus der Bibliothek und Gwändlis und Instrumente von anderen Vereinen. Als farbenfroher Haufen waren die Mitglieder somit ausgerüstet, ein erstes Mal die Zuger Fasnachtsszene zu bereichern.



Erste Jahre, Entstehung Scampiball

Dieser Auftritt an der Fasnacht schien zu gefallen, sodass sich die Mitgliederzahl innert weniger Jahre bereits verdoppelte. Am grossen musikalischen Potential wurde mit Probewochenenden und Lagern intensiv gearbeitet. In diesen ersten Vereinsjahren spielten die „Scampis“ – wie die Descampados-Mitglieder bald genannt wurden – an einzelnen Fasnachtsbällen. Sie waren oft mit der Zunft der Zuger Letzibuzäli unterwegs und belebten die Strassenfasnachten in Nah und Fern.

Mit zunehmendem Erfolg wollten die Scampis vermehrt raus in die grosse Zuger Fasnachtswelt. Weil aber Ballauftritte nur im Gegengeschäft zu haben waren, musste bald ein eigener Anlass her. So wurde 1995 im Restaurant Brauerei in Baar im kleinsten Rahmen der erste Scampiball realisiert. Bereits im Jahr danach vergrösserte sich das Fest und fand in den kommenden Jahren im Burgbachsaal in Zug statt.

Der Scampiball blieb seither der Eckpunkt des Zuger Fasnachtskalenders und als finanzielle Hauptstütze zentral. Die Veranstaltungsorte wurden laufend an die Nachfrage unserer Gäste und an die eigene Leistungsfähigkeit angepasst. So zogen wir 2006 in die damals neu gebaute Chollerhalle um. Im Jahr 2016 wechselten wir den Standort des Scampiballs schliesslich in die Industrie 45, wo der Ball erneut in einem sehr stimmigen Rahmen durchgeführt werden konnte.

Zuger Fasnacht

Seit der Fasnacht 2006 betreiben die Descampados am SchmuDo auf dem Landsgemeindeplatz in Zug eine eigene Festwirtschaft. Dank einem guten Konzept und dem tollen Einsatz aller Mitglieder gelingt es uns alljährlich, das Zuger Fasnachtspublikum zu bewirtschaften und uns gleichzeitig ein zusätzliches finanzielles Standbein zu sichern.

20 Jähriges Jubiläum

„20 Jahr Brandheiss“, unter diesem Motto feierten die Scampis an der Fasnacht 2010 ihr Jubiläum. Zu diesem Geburtstag leisteten wir uns als erste Gugge im Kanton einen Instrumentenanhänger und feierten am Jubiläumsanlass im Burgbachsaal uns langjähriges Bestehen in einem edlen und feierlichen Rahmen. Mit dem Ende der Fasnacht 2010 ging auch die Ära von Reto Iten als Präsident zu Ende. Mit Marco Rust konnte ein junger und interessierter Nachfolger gefunden werden, welcher die Guggenmusig Descampados durch die kommenden Jahre führte.

Diese Zeit nach dem Jubiläum zeigte, dass sich die Scampis durchaus auch mit weniger Mitgliedern noch zu behaupten wissen und musikalisch stets auf hohem Niveau überzeugen können.

25 Jähriges Jubiläum

Im Jahre 2015 durften wir bereits das nächste Jubiläum feiern. Die Scampis waren verpackt als Tigershrimps im Tigergwändli zum 25. Mal an der Fasnacht unterwegs und organisierten ein buntes Variété als 20. Scampiball.

Nach dieser Fasnacht wurde an der 27. Generalversammlung der Scampis Geschichte geschrieben. Marco Rust gab seinen Rücktritt als Präsident bekannt. Da er jedoch das Amt während eines Übergangsjahres begleitend übergeben möchte, bleibt er noch bis zur 28. Generalversammlung 2017 als Präsident im Amt. Bereits an der GV wurde seine Nachfolge geregelt. Dies ist gleich in zweierlei Hinsicht etwas Neues. Zum einen wurde in der Vereinsgeschichte noch nie ein Amt so früh im Voraus besetzt. Andererseits wird der Verein zukünftig zum ersten Mal eine Präsidentin haben. Wir gratulieren Melia Inglin zur Wahl. Sie wird Marco nun während eines Jahres genau auf die Finger schauen und alles von ihm lernen, was es über das Präsidialamt zu lernen gibt. In einem Jahr wird der Wechsel dann offiziell erfolgen. Wir freuen uns jetzt schon auf Melias neue Ideen.